Alle Trails führen nach Bozen
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Der Downhill hier hat es in sich. Der Pfad Nr. 4 verläuft wie in einem Schützengraben, verblockt und mit Kurven, die an eine Bobbahn erinnern. Gewöhnungsbedürftig aber lustig. Die Federelemente arbeiten fleißig, die Oberschenkel fangen langsam wieder an zu schmerzen. Auch hier scheint kein Menschenseele in den letzen Jahren gewesen zu sein.

Auf dem Ritten, der Schlern (siehe entsprechende obergeile TOUR) im Hintergund

An einer Weggabelung kommt die Frage unseres Guides. "Gerade aus zu einem Kamikaze Pfad, oder links zur sanfteren Variante?". Die Entscheidung ist schnell getroffen. Wir ziehen unsere Protektoren an und stürzen uns auf den steilen Pfad gerade aus. Schon aus der Karte erkennt man, wie eng die Serpentinen sind. In der Realität sind sie noch enger. Fahrkunst und Gleichgewicht sind gefragt, zusammen mit viel Mut.

Die einzige Frau unserer Gruppe zeigt uns, wie man solche schwierigen Passagen meistert. Kein Wunder, wenn die Bikerin Giovanna Bonazzi heißt, ex Downhill Weltmeisterin. Sie gibt selbst zu, dass der Pfad eher was für Spezialisten ist. Begeistert rast sie den Trail hinunter, freudeschreiend und dem Bike alles fordernd.
Der Adrenalinspiegel sinkt erst als wir wieder in der Stadt sind und gemütlich Richtung Auto fahren. Egal ob Guide, ex Weltmeisterin, Fotograf oder "normal" Biker.
Alle sind einig. Das war ein perfekter Bike Tag. Circa 3000 Höhenmeter wurden gnadenlos vernichtet und 10 Euro insgesamt pro Person für die Seilbahnen ausgegeben. Das ist deutlich weniger als der Preis, den man für eine einzige Fahrt mit der Seilbahn zum Monte Baldo am Gardasee ausgibt.

Wie kann man bei so einem Bild keine Lust zum Biken kriegen?