Brenta Umrundung (4 Etappen, 177 Km, 7100 Hm)
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Gebiet: Brenta, Trentino, Italien

Anfahrt: Brennerautobahn Ausfahrt Mezzocorona, über Cles ins Val di Sole bis nach Dimaro (von München ca. 3 und 1/2 Stunden)

Beste Reisezeit: vom Anfang Juli bis Ende September

Unterkunft:
Dimaro, Hotel Stube
tel. +39-0463-974616
Rifugio Vallesinella,
tel. +39-0465-42883 bzw-41357
Rifugio Ghedina,
tel. +39-0465-321808 bzw-433373
Rifugio al Cacciatore,
tel. +39-0465-734141 bzw-734648
Rifugio Agostini,
tel. +39-0465-734138
Lago di Tovel, Albergo lago rosso,
tel. +39-0463-451242
Rifugio Peller,
tel. +39-0463-536221

Etappen
1. Tag: Dimaro - Rifugio Ghedina
37 Km, 1600 Hm.
2. Tag: Rifugio Ghedina - Rifugio Agostini, 31 Km, 2000 Hm.
3. Tag: Rifugio Agostini - Lago di Tovel, 71 Km, 2100 Hm.
4. Tag: Lago di Tovel - Dimaro, 38 Km, 1800 Hm.

Variante: ohne Abstecher zum Rifugio Agostini. In San Lorenzo in Banale weiter Richtung Molveno Fahren (dann 1 Tag und 1700 Höhenmeter weniger).

Schwierigkeit: schwer. Ohne Abstecher zum Rifugio Agostini: Mittel/schwer

Infopacket als Excel-Datei zu Downloaden

Höhenprofil: Alle Daten über die Strecke wurden von meinen HAC4 aufgenommen. Die Höhenprofile wurden erst mit dem Ciclosport Programm und dann mit dem HRMProfil für Windows bearbeitet. Die Source- Daten der Route stehen als .zip Datein für:
Ciclosport und für HRMProfil zur Verfügung.

zur Strecke

 

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Team: Marco Toniolo, Stephan Repke, Birte (Grrr) Eggert, Daniel (Gitarre) Jahntur, Ken (the first time in the Alps) Brinsmead


Danke an BIKE, insb. an Gitta, für die Unterstützung!!
Diese Reportage erscheint in der BIKE 9/2001

 

Text und Idee: Marco Toniolo

Fotos: Stephan Repke

 

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Augen zu, die Stille wird laut, Augen auf, gelbrote Felstürme gegen einen tiefblauen Himmel, Tausende von Metern Luft trennen sie von der nächsten Farbe: das Grün der Fichten, die sich bis 1800 Meter wagen. Die Schatten werden immer länger bis die Sonne hinter dem höchsten Gipfel verschwindet. Nur die Konturen dieser Mondlandschaft sind jetzt zu erkennen. Steil, ursprünglich, wild: willkommen in der Brenta.



Eine Ewigkeit kommt es mir vor, als mein Vater mir die Bilder seiner
Brenta - Querung über den berühmten Klettersteig "Via delle Bocchette"
zeigte. Senkrechte Wände und unwahrscheinliche Abgründe machten damals meine Augen größer und größer, ein Gefühl der Unerreichbarkeit breitete sich bei mir aus.
"Wie der Vater so der Sohn" sagt ein Spruch. Ich wollte mein eigenes Abenteuer in der Brenta erleben, und zwar mit dem Mountainbike.
Vier Tage, 7100 Höhenmeter und 177 Kilometer sind für dieses Abenteuer geplant, Startpunkt ist Dimaro in Val di Sole, in Trentino.
Die erste Auffahrt nach Madonna di Campiglio führt durch einen dichten Wald, bevor man bei dem Passo Carlo Magno zum ersten mal die hohen Gipfel der Brenta sieht. Der Pfad über die Cascate di Mezzo erfordert gute Fahrtechnik, Wurzeln und Stufen wechseln sich in einem traumhaften Trail - Parcours ab, der erst bei der Abzweigung zum Val d´Agola endet. Der Lago d´Agola bringt wieder Ruhe in unsere Gruppe.
Birte, Daniel, Ken und Stephan, die mit mir hier unterwegs sind, schweigen in der Stille des Waldes und genießen den Blick auf die Felsentürme der Brenta, die sich in dem Wasser des Sees wiederspiegeln. Insbesondere Ken aus Australien, der nie in den Alpen war, kann seine Augen von diesen hohen Gipfeln gar nicht mehr abwenden und kann kaum glauben, dass da oben ein Klettersteig führt.

Weiter geht es zum Passo Bregn de l´Ors, wo wir nach 20 Minuten Schieben ankommen. Rechts sehen wir den Adamello Gletscher, links die Türme der Brenta und vor uns liegt die Abfahrt bis zur Ghedina Hütte, wo wir übernachten werden. "Trail oder Schotterweg?" lautet die Frage. Klare Antwort: Trail! Enge Spitzkehren und tiefe Bachgraben fordern ihren Tribut: Fast alle fliegen zum Glück folgenlos über den Lenker, nur Fotograf Stephan bleibt verschont. Der erste Tag unserer Umrundung hätte nicht besser enden können.