Transalp Challenge 2001: 2. Etappe

Intro
1. Etappe: Strecke Rennen Story
2. Etappe: Strecke Rennen Story
3. Etappe: Strecke Rennen Story
4. Etappe: Strecke Rennen Story
5. Etappe: Strecke Rennen Story
6. Etappe: Strecke Rennen Story
7. Etappe: Strecke Rennen Story
8. Etappe: Strecke Rennen Story

Startliste

Official Website: Veith Marketing

Ergebnislisten

Challenge Story 98

Challenge Story 99

Fotos by Veith Marketing

 

Strecke 2. Etappe:
Reith im Alpbachtal-Sterzing

Nach dem Einrollen auf dem gestrigen Prolog steht heute gleich mal
eine echte Prüfung mit zwei schweren Tragestrecken für alle Teilnehmer auf
dem Programm.
Eine Etappe, die auf den ersten Blick wie geschaffen für Straßenfahrer aussieht, wären da nicht die beiden Tragepassagen zum Steinberg- und v.a. zum Pfitscherjoch. Heute wird sich bereits zeigen, welche Teams am Vortag zu wenig getrunken oder gegessen haben und deshalb mit übersäuerter Muskulkatur starten, denn unmittelbar nach Verlassen des gestrigen Zielortes zieht sich ein schmales Asphaltband mit zunehmend ansteigender Neigung durchs Alpbachtal.

Wer nicht schon zu Beginn wichtige Zeit liegen lassen will, muß hier ganz vorne im Feld dabei sein, da nach nur wenigen Kilometern das erste Nadelöhr ansteht. Die mittlerweile geschotterte Piste endet unversehens an einer schmalen Holzbrücke, die in einen wunderschönen Singletrail übergeht.
Was bei einer normalen Alpenüberquerung als echtes Highlight gelten würde, wird angesichts der knapp 380 2er-Teams unvermeidbar zu langen Warteschlangen für das breite Feld führen.

Wer wirklich gegen die Zeit fährt, der sollte sich demzufolge bereits gleich zu
Etappenbeginn im Vorderfeld positionieren. Hatte man das Glück, diese erste Schlüsselstelle ohne größere Pause gemeistert zu haben, kann auf dem darauf folgenden kupierten Abschnitt über den Alpbachtaler Höhenweg bis nach Inneralpbach so richtig Gas gegeben werden, bevor die nächste Prüfung mit dem Schotter-Uphill zum Steinbergjoch, dem ersten echten Übergang des zweiten Tages auf 1911m Seehöhe ansteht. Die letzten gut 100 Hm müssen per pedes und geschultertem Bike zurückgelegt werden, ein ideales Stück, um denPuls endgültig über die 180er-Marke zu treiben !

Nach einem kurzen Pfadabschnitt treffen die Teams auf die breite Schotterpiste, auf der man im 50er-Schnitt den Talboden des Zillertals bei Stumm ansteuert. Wer allerdings das Bremsen auf dem 17 km-Downhill zu stark vernachlässigt, der kann schnell mit dem eher unvermittelt auftretenden Gegenverkehr (auch den gibt es auf der Transalp Challenge !) oder in einigen garstigen Kehren Probleme bekommen.

Leztes Jahr verzeichnete das Rescue-Team alleine auf diesem
Abschnitt mehr als 3 Ausfälle, die auf zu riskantes Fahrverhalten der
Teilnehmer zurückzuführen waren (Anmerkung der Redaktion: Auch eine Hälfte des Schinderhannes-Teams machte Bekanntschaft mit den Abgründen des Zillertales). Für alle diejenigen, die heil unten angekommen sind, beginnt die 40 km lange Teerpassage auf Nebenstraßen durchs Zillertal bis hinauf zum Schlegeisspeicher.

Der Griff zu Fuchels selbstgebackenen Powerriegeln (geheime Spezialmischung von Roberts besserer Hälfte) dürfte immer häufiger
werden !!! Harte Arbeit aber auch für die Servicewagen der Top-Teams, die
zumeist wegen des geringeren Rollwiderstandes auf Slicks umstellen; der ein oder andere wird sich auch einen "Hasen" zum Windschattenfahren vorspannen.
Für alle, die gegen die Zeit fahren wird entscheidend sein, sich in einer
möglichst gleichstarken Gruppe wiederzufinden, um beispielsweise per
"Belgischem Kreisel" das Tempo hochzuhalten und dem erbarmungslosen
Gegenwind im Zillertal mit bis zu 30% Kraftersparnis zu trotzen.

Die wird danach auch noch dringend gebraucht, denn der Aufstieg mit geschultertem Bike zum 2246m hochgelegenen Pfitscherjoch kann kaum als Spaziergang bezeichnet werden, v.a. für die speziell trainierte Muskulatur der (Halb-)profis eine Tortur, die 1-stündige Fußmärsche mit Sondergepäck nicht gewohnt sind.
Oben grüßt dann zum ersten Mal Italien. Das große Feld wirdnach den Aufstiegsstrapazen erst einmal rasten und kann sich so von der
begeisternden südtiroler Bergwelt willkommen heißen lassen, zumal dem
Downhill nach Sterzing nunmehr keinerlei zusätzlichen Hm entgegenstehen,
bevor der erste italienische Capuccino in den heimeligen Gassen um den
Zwölferturm aufgeschäumt wird.