| Transalp Challenge 2001: 2. Etappe |

Intro
1. Etappe: Strecke Rennen
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2. Etappe: Strecke Rennen Story
3. Etappe: Strecke Rennen
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4. Etappe: Strecke Rennen
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8. Etappe: Strecke Rennen
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Official Website: Veith Marketing
Fotos by Veith Marketing
Strecke 2. Etappe:
Reith im Alpbachtal-Sterzing
Nach dem Einrollen auf dem gestrigen Prolog steht heute gleich mal
eine echte Prüfung mit zwei schweren Tragestrecken für alle Teilnehmer
auf
dem Programm.
Eine Etappe, die auf den ersten Blick wie geschaffen für Straßenfahrer
aussieht, wären da nicht die beiden Tragepassagen zum Steinberg- und
v.a. zum Pfitscherjoch. Heute wird sich bereits zeigen, welche Teams am Vortag
zu wenig getrunken oder gegessen haben und deshalb mit übersäuerter
Muskulkatur starten, denn unmittelbar nach Verlassen des gestrigen Zielortes
zieht sich ein schmales Asphaltband mit zunehmend ansteigender Neigung durchs
Alpbachtal.
Wer nicht schon zu Beginn wichtige Zeit liegen lassen will, muß hier
ganz vorne im Feld dabei sein, da nach nur wenigen Kilometern das erste Nadelöhr
ansteht. Die mittlerweile geschotterte Piste endet unversehens an einer schmalen
Holzbrücke, die in einen wunderschönen Singletrail übergeht.
Was bei einer normalen Alpenüberquerung als echtes Highlight gelten würde,
wird angesichts der knapp 380 2er-Teams unvermeidbar zu langen Warteschlangen
für das breite Feld führen.
Wer wirklich gegen die Zeit fährt, der sollte sich demzufolge bereits
gleich zu
Etappenbeginn im Vorderfeld positionieren. Hatte man das Glück, diese
erste Schlüsselstelle ohne größere Pause gemeistert zu haben,
kann auf dem darauf folgenden kupierten Abschnitt über den Alpbachtaler
Höhenweg bis nach Inneralpbach so richtig Gas gegeben werden, bevor die
nächste Prüfung mit dem Schotter-Uphill zum Steinbergjoch, dem ersten
echten Übergang des zweiten Tages auf 1911m Seehöhe ansteht. Die
letzten gut 100 Hm müssen per pedes und geschultertem Bike zurückgelegt
werden, ein ideales Stück, um denPuls endgültig über die 180er-Marke
zu treiben !
Nach einem kurzen Pfadabschnitt treffen die Teams auf die breite Schotterpiste, auf der man im 50er-Schnitt den Talboden des Zillertals bei Stumm ansteuert. Wer allerdings das Bremsen auf dem 17 km-Downhill zu stark vernachlässigt, der kann schnell mit dem eher unvermittelt auftretenden Gegenverkehr (auch den gibt es auf der Transalp Challenge !) oder in einigen garstigen Kehren Probleme bekommen.
Leztes Jahr verzeichnete das Rescue-Team alleine auf diesem
Abschnitt mehr als 3 Ausfälle, die auf zu riskantes Fahrverhalten der
Teilnehmer zurückzuführen waren (Anmerkung der Redaktion: Auch eine
Hälfte des Schinderhannes-Teams machte Bekanntschaft mit den Abgründen
des Zillertales). Für alle diejenigen, die heil unten angekommen sind,
beginnt die 40 km lange Teerpassage auf Nebenstraßen durchs Zillertal
bis hinauf zum Schlegeisspeicher.
Der Griff zu Fuchels selbstgebackenen Powerriegeln (geheime Spezialmischung
von Roberts besserer Hälfte) dürfte immer häufiger
werden !!! Harte Arbeit aber auch für die Servicewagen der Top-Teams,
die
zumeist wegen des geringeren Rollwiderstandes auf Slicks umstellen; der ein
oder andere wird sich auch einen "Hasen" zum Windschattenfahren
vorspannen.
Für alle, die gegen die Zeit fahren wird entscheidend sein, sich in einer
möglichst gleichstarken Gruppe wiederzufinden, um beispielsweise per
"Belgischem Kreisel" das Tempo hochzuhalten und dem erbarmungslosen
Gegenwind im Zillertal mit bis zu 30% Kraftersparnis zu trotzen.
Die wird danach auch noch dringend gebraucht, denn der Aufstieg mit geschultertem
Bike zum 2246m hochgelegenen Pfitscherjoch kann kaum als Spaziergang bezeichnet
werden, v.a. für die speziell trainierte Muskulatur der (Halb-)profis
eine Tortur, die 1-stündige Fußmärsche mit Sondergepäck
nicht gewohnt sind.
Oben grüßt dann zum ersten Mal Italien. Das große Feld wirdnach
den Aufstiegsstrapazen erst einmal rasten und kann sich so von der
begeisternden südtiroler Bergwelt willkommen heißen lassen, zumal
dem
Downhill nach Sterzing nunmehr keinerlei zusätzlichen Hm entgegenstehen,
bevor der erste italienische Capuccino in den heimeligen Gassen um den
Zwölferturm aufgeschäumt wird.