| Transalp Challenge 2001: 3. Etappe |

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1. Etappe: Strecke Rennen
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Der Anstieg zum Pfunderer Joch im Winter

Pfundererjoch 23.07.01

Pfundererjoch 23.07.01
Pfundererjoch 23.07.01
Strecke 3. Etappe:
Sterzing-Brixen
Nach der ersten richtigen Konditionsprüfung des gestrigen Tages startet
der
verbliebene Transalp-Troß zu Beginn der neuen Woche zu einer vermeintlich
kürzeren "Ausruhetappe". Auf dem Programm steht die Verbindung
von Sterzing über das "Dach der Tour", dem Pfundererjoch nach
Brixen.
VerfrühteHoffnungen, daß die 3. Etappe im Verhältnis zum
Vortag und den noch bevorstehenden Aufgaben relativ zahmen Charakter aufweisen
könnte, werden allerdings bereits im Laufe der Anfahrt zum ersten Anstieg
wie Seifenblasen zerplatzen.
Während in den vorderen Rängen taktische Spielereien rasch in die
ersten Positionskämpfe münden werden, muß sich das breite
Feld mit den
müden Knochen der Vortage herumschlagen und wird noch den passenden Gang
für den beschwerlichen Aufstieg suchen.
Mit der Abzweigung der alten Militärstraße aufs Pfundererjoch
ist in Fußendrass der Eingang in den Naturpark geschafft.
Die teilweise stark verfallene Schotterpiste zieht kräftig zum höchsten,
je
auf einer Transalp Challenge befahrenen Übergang hoch. 1.600 Hm am Stück,
zuletzt hart an der Grenze der Befahrbarkeit und gespickt mit
Altschneefeldern, die die Teams immer wieder aus dem Sattel zwingen werden,
sind zu bezwingen - nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine
entspannende Bummelei, die auf 2.568 m in dünner Luft endet.
Auf alle, die es bis oben schaffen, wartet allerdings der Traum eines jeden
Alpenüberquerers. Ein sensationelles Panorama, dominiert vom
gletscherumringten Hochfeilermassiv sowie ein mehrere Km-langer
anspruchsvoller Traum-Singletrail hinunter zur Weitenbergalm entschädigen
für jeden zuvor vergossenen Schweißtropfen. Zuvor hat sich die
Natur
allerdings für heuer noch eine ganz besondere Schweinerei einfallen lassen.
Eine riesige Schneewächte türmt sich als Relikt des harten Südalpenwinters
vor dem Weiterweg auf, so daß bei der Präparierung der Strecke
im Vorfeld
des Rennens 2 fleißige Helfer von der Bergwacht mit Eispickeln künstliche
Stufen in das festgefrorene Eis schlagen mußten.
Um Abstürze auf der rutschigen Eisbahn zu vermeiden, wurden zusätzliche
Seile gespannt, um die kleine Kletterei für alle Teilnehmer möglichst
zu erleichtern. Wer dennoch heil an der Alm angekommen ist, dem stehen weitere
20 km Abfahrt bis ins Pustertal bevor, ein gewaltiger Speedrausch, der erst
in Nierdervintl an der Rienz endet.
Die Teams folgen dem Flußlauf talauswärts bis die bereits zu
Römerzeiten benutzte Rundlbrücke auf die gegenüberliegende
Seite der Rienzschlucht führt. Ein letzter Anstieg auf das durch Obst-
und Weinbau bekannte Hochplateau von Natz und Schabs zehrt nur noch kurz in
den Beinen
der Fahrer.
Während die Führenden wahrscheinlich bereits längst Massage
und
Materialpflege hinter sich gebracht haben, kämpfen sich die Freizeitsportler
ab dem Kompostwerk westlich von Schabs noch einen schmalen, mit engen Kehren
gespickten Trail ins Riggertal hinunter, bevor auch sie sich auf die letzten
Km Ausrollen entlang des Eisack bis ins Stadtzentrum der ehemals sehr bedeutenden
Bischofsstadt Brixen freuen können.