| Transalp Challenge 2001: 5. Etappe |

Intro
1. Etappe: Strecke Rennen
Story
2. Etappe: Strecke Rennen
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3. Etappe: Strecke Rennen
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4. Etappe: Strecke Rennen
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5. Etappe: Strecke Rennen Story
6. Etappe: Strecke Rennen
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7. Etappe: Strecke Rennen
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8. Etappe: Strecke Rennen
Story
Official Website: Veith Marketing
Fotos by Veith Marketing
Strecke 5. Etappe:
St. Vigil-Alleghe
War die gestrige Etappe sicherlich schon kräftezehrend, so spart die
Königsetappe der diesjährigen Transalp Challenge nicht mit Superlativen:
Auf knapp 3.400 Hm summieren sich die vier, zum Teil sehr zähen Anstiege,
die auf etwa 90 Km, größtenteils anspruchsvollen Schotter- und
Trialpassagen zurückgelegt werden müssen.
Zu den fahrtechnischen Highlights kommt die landschaftliche Komponente hinzu,
die ein Märchenpanorama mit einigen der beeindruckendsten Abschnitte
der gesamten Tour zu bieten hat, die bereits eine atemberaubende Kulisse für
den Start ins Herz der Dolomiten bilden.
Während das Mautsträßchen zur Pederühütte in moderater
Steigung ideal zum Warmwerden für Otto-Normalbiker taleinwärts zieht,
werden die Spitzenteams diese anfänglichen 11,5 Km zum Sprint ins Fanesreich
nutzen.
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, daß wer sich dranhängt, dem extrem hohen Anfangstempo bereits auf den steilen Rampen hinauf zur Faneshütte Tribut zollen wird. Das liebliche Fanesgebiet gilt als eine der schönsten Gegenden der Alpen und ist seit 2 Jahren auch einer der großen Highlights der Transalp Challenge. Viele Teilnehmer rasten am 2.172m hoch gelegenen Limojoch und lassen diese sagenumwobene Gegend erst einmal auf sich einwirken, bevor die Traumtrails durchs durch die verkarstete Hochebene angegangen werden.
Entgegen der letzjährigen Streckenführung stürzen sich die
Teams heuer nicht das Fanestal Richtung Cortina hinunter, sondern zweigen
wie vor 2 Jahren an der Großen Fanesalm auf die alten Kriestrails zum
Tadegapaß ab. Kurz nach dem unmerklichen Übergang muß der
Untersatz für
ganze 300m über eine Wiese geschoben werden. Dieses Zugeständnis
an die Natur sollte allerdings kein großes Problem für die Teams
darstellen. Wer dennoch meint, sich einige Sekunden erschwindeln zu können,
dem werden Aufseher das Einhalten der Naturparkregeln diskret herantragen,
in dem sie Verstöße mit dem sofortigen Ausschluß honorieren
!
In der Folge stehen noch ausreichend ansprechende Singletrailstücke bis zum Col Locia an, ehe der Schottertrail unversehens fast senkrecht abbricht. Die ersten Meter muß das Bike noch geschultert werden, bevor es den technisch versierten Lenkern früher oder später gelingt auf dem Geröllband zur Capanna Alpina hinunterzusteuern. Ab Armentarola nimmt man den Lauf der alten Handelsstraße Brixen-Colle St. Lucia (der "Strada della Vena") über die Eisenöfenalm und am alten Kriegerfriedhof aus dem 1. Weltkrieg vorbei bis zum Valparolapaß auf.
Unmittelbar nach der Paßhöhe zeugt das bereits zu Kriegsbeginn
völlig
zerschossene Sperrfort "Tra i Sassi" von der direkten Frontnähe,
die man auf
der Straßenabfahrt zum Falzaregopaß quert. Der Abfahrtsrausch
wird jäh am
Abzweig zum Rifugio Cinque Torri gestoppt und das große Kettenblatt
bald mit kleineren Ritzeln getauscht, da das Teerband mit saftigen Steigungsprozenten
zum Adlerhorst oberhalb des Cortiner Talkessels emporzieht.
Wer gedacht hatte, daß hier die Schwierigkeiten ihr vorläufiges
Ende finden würden, hat sich redlich getäuscht. An der Grenze der
Befahrbarkeit müssen die Teams eine ausgewaschene Schotterpiste zum Rifugio
Scoiattoli hinaufkurbeln, um kurz vor der Raststation weitere gut 200 Hm entlang
der sommerlichen Skipiste vor sich zu haben.
Wer den groben Schotter an der Averauhütte endgültig besiegt hat,
sollte sich zumindest kurz an dem 360°-Panorama sattsehen, bevor die nächsten
Herausforderungen angegangen werden. Von der Scharte geht's auf einem traumhaften
Singletrail aus Weltkriegszeiten am Rande des Fedarekars zum gleichnamigen
Rifugio und talwärts bis Pescul.
Jetzt steht der letzte Anstieg vor den größtenteils sicherlich
schon recht
gezeichneten Transälplern. Vom schmucken Dorf gilt es nochmals 700
Schotter-Hm zu bezwingen, ehe das Gipfelglück auf dem Fernazzakamm winkt.
Wer sich jetzt auf gemütliches Ausrollen eingestellt hat, den werden
die
äußerst anspruchsvollen Trials zum verlassenen Weiler Fernazza
aus allen
Träumen reißen. Auch der weitere Verlauf verspricht ein Test der
Federungen zu werden, denn anstatt dem Asphaltsträßchen zu folgen,
das bei Coi kurz tangiert wird, stürzen sich die Wagemutigen Teams in
die extrem rutschigen und verblockten Hohlwege, die die Fahrer erst kurz vor
Alleghe wieder ausspucken - gerade noch rechtzeitig um völlig durchgerüttelt
am Seeufer über die Ziellinie zu bremsen.