| Transalp Challenge 2001: 8. Etappe |

Intro
1. Etappe: Strecke Rennen
Story
2. Etappe: Strecke Rennen
Story
3. Etappe: Strecke Rennen
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4. Etappe: Strecke Rennen
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5. Etappe: Strecke Rennen
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6. Etappe: Strecke Rennen
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7. Etappe: Strecke Rennen
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8. Etappe: Strecke Rennen Story
Official Website: Veith Marketing
Strecke 8. Etappe:
Folgaria-Riva del Garda
Gegensätzlicher könnten 2 Etappen kaum sein: War gestern noch hauptsächlich die Ausdauer das entscheidende Moment, so kommen heute auf dem letzten Teilstück noch einmal die Techniker zum Zug.
Nachdem die Teams zum letzten Mal auf ihren Leidensweg geschickt werden ("Highway
to hell" wird den meisten noch bis zum Lago in den Trommelfällen
hängen) bleibt das Feld voraussichtlich eng zusammen.
Die vorderen Platzierungen sind vergeben, die Karawane sitzt längst in
Gedanken bei einem Gelato in der Bar Flora in Riva.
Wichtig für die Trialspezialisten ist demnach, sich so bald wie möglich
ins
Vorderfeld zu schieben, um dem stockenden Verkehr auf den anstehenden
Singletrails zu entgehen um so den Funfaktor zu erhöhen und die eigenen
Stärken ausspielen zu können.
Wer es geschafft hat, sich entsprechend zu Positionieren, dem winkt bis Serrada der allererste Vorgeschmack auf die noch anstehenden Trialpassagen. Das Nadelöhr sorgt dafür, daß sich die Massen verteilen und so läßt sich die Schotterpiste bis kurz unter den Gipfel des Monte Finonchio räumlich entzerrt angehen. Ab Serrada wird das Aussichtsplateau in knapp einer halben Stunde erreicht sein. Nach dem Scheitelpunkt ließe sich gemütlich bis Rovereto ausrollen, da aber heute Technikertag ist, schreibt die Wegführung den Pfadabzweig zur Malga Finonchio vor.
Ein weiteres Trialstück, das bei den Spezialisten Jubelstürme auslösen
wird, für technisch weniger versierte Fahrer eine ernstzunehmende
Aufgabe darstellt. Der 103er überquert bei Moietto den Asphalt, um sich
weiter in Fallinie die Hänge oberhalb Zaffoni hinunter zu schlängeln.
Wer
meint, der Spuk sei hier vorbei, irrt aber gewaltig, denn es schließen
sich
die Haustrails der Rovereto-Biker um den Monte Ghello an, bevor der für
viele erlösende Teer kurz vor dem betriebsamen Städtchen beginnt.
Jetzt ließe sich wiederum sehr relaxt über die mittlerweile fertiggestellte
Radwegverbindung Mori-Nago den Lago ansteuern, da die Transalp Challenge dem
Ruf des "härtesten Mountainbikerennen Europas" genügen
soll, folgen noch ein paar weitere Schweinereien und Extra-Höhenmeter
des sadistischen Pfadfinders Uli Stanciu (deshalb auch der Spitzname "Schinderhannes").
Aus den Niederungen des Etschtals (185m Seehöhe) geht es zunächst
noch recht moderat auf Teer die 4.5 Km bzw. 400 Hm bis Patone hoch, in der
Regel eine Hitzeschlacht unter der erbarmungslos brennenden Sonne. Bei der
allerersten Transalp Challenge wurde dieses Stück von Bart Brentjens
und Partner mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 20 Km/h bewältigt,
ein doch recht deutlicher Unterschied zur japsenden Mehrheit des "Hauptfeldes"...
Die wirklichen Schwierigkeiten beginnen aber erst nach dem kleinen Nest in
Form der brutal steilen betonpiste zum Monte Somator und zum Passo Bordala,
die alljährlich zu verständnislosem Kopfschütteln unter den
Teams führen.
Wer in Santa Barbara angekommen ist spürt bereits den Lockruf des Lagos, dem steht aber eine erneute Trialeinlage sowie der Schotterdownhill nach Carobbi entgegen. Die härteste Prüfung der Schlußetappe haben die Teilnehmer aber noch vor sich. Erst die geröllübersähten Pianauratrails, die als letztes Hindernis überwunden werden müssen zeigen die Lagotauglichkeit der Transälpler. Am Ende der Federgabel-Teststrecke oberhalb Massone wacht die Jury am Kontrollpunkt und wird sich über einige blaße Gesichter amüsieren.
Hoffentlich muß nicht auch das Rescueteam zu häufig eingreifen.
Allen
Heilgebliebenen steht nur noch der Straßenverkehr bis Riva im Weg, ehe
der
achttägige Alpenmarathon am Festivalgelände in Riva sein Ende findet.
Es ist vollbracht, der Härtetest für Mensch und Material hat ein
glückliches Ende
gefunden. Die Anspannung des Rennens weicht der Freude und dem Stolz es geschafft
zu haben, Champagnerkorken knallen - Volksfeststimmung.
Gratulation schon einmal von dieser Stelle an alle, die bis ins Finish
durchgehalten haben und herzlichen Dank an alle Helfer, die die Durchführung
des wahrscheinlich schönsten Rennens der Welt ermöglichten.