| Geiseljoch (2292 m) |
Gebiet: Inntal, Tirol
Anfahrt: Inntal Autobahn Ausfahrt Schwaz, weiter nach Pill. Dort links rauf nach Weerberg.
Länge: 37km
Höhenunterschied: 1400 Hm
Max Höhe: 2292 m
Start: Weerberg
Strecke: Weerberg - Innerst - Weidenerhütte - Geiseljoch und zurück
Befahrbarkeit: komplett
Kartographie: Kompass 1:50000 Nr. 28 und 37
Bibliographie: BIKE Spotguide "Weerberg" von Uli Stanciu
Bewertung: schwer
Höhenprofil (Teilstück Weerberg - Geiseljoch und zurück)
Text und Fotos: Marco Toniolo

Trail zum Geiseljoch

Xandi am Geiseljoch
3. Oktober 2001. Die Bike-Saison ist fast vorbei, wir sind dieses Jahr alle
Touren-Klassiker der Region München gefahren . Karwendel, Wetterstein,
Bayrische Voralpen, Kampenwand. Wir haben Lust auf was Neues. Ich suche in
meinem Touren Archiv und finde Tourenvorschläge für Weerberg (Tirol)
von Uli Stanciu. Das Geiseljoch hört sich besonders interessant an.

2000 sind Lorenz und ich das Joch im Rahmen unserer Alpenüberquerung
Mittenwald - Riva gefahren. Schönes Panorama, weit oben ein netter Trail,
abwechslungsreiche Strecke und nette Hütte (Weidener Hütte).
Conny, Xenia und Xandi sind schnell überzeugt, das traumhafte Wetter
macht den Rest.
Wir starten in Weerberg. Eine von Autos kaum befahrene Asphaltstrasse bringt
uns bis Innerst, wo, nach Querung eines tiefen Bachgrabens, der Anstieg zur
Weidenerhütte beginnt.
Diese Hütte wird seit mehr als 25 Jahren von Hubert Schröck und
seiner Frau bewirtschaftet. Wer sich als Hüttenwirt einen bartigen Urtiroler
vorstellt,
der liegt hier richtig. Die beliebte Hütte bietet übrigens im Winter
einen
ausgezeicheten Ausgangspunkt für Ski- und Snowboardtouren.
Wir passieren die Hütte und fahren die breiten Kehren in Richtung Geiseljoch
weiter.
Die Neigung wird erst erträglicher als wir kurz vor dem Trail stehen.
Mit einem langen Höhenzug führt der Pfad am Abgrund entlang zum
Joch. Es ist alles problemlos fahrbar, jedoch sollte man nicht zu nah an der
Kante fahren.
Oben
wird der Biker von dem überwältigenden Panorama überrascht.
Die ganze Zillertaler Alpen mit ihren Gletschern stehen vor uns, der Tag ist
so klar, dass wir sogar die Spuren
im Tiefschneehang am Hintertuxer Gletscher sehen können. Wir haben
es nicht eilig. Wir suchen uns eine windgeschützte Stelle und liegen
dort in der Sonne im Halbschlaf ca. 2 Studen, bis der Durst sich bemerkbar
macht.
Dann nichts wie Abfahren. Der Trail ist Adrenalin Pur, die Kehren lassen
sich perfekt surfen und nach 20 Minuten sitzten wir auf der Bank bei der Weidenerhütte
vor einem Weissbier.
Die Sonne knallt immer noch (es ist inzwischen 17 Uhr), die Gesichter werden
immer roter. Nur der Mangel an Apfelstrudel bewegt uns in Richtung Tal.
Hubert hat heute keinen gemacht.....