King Size - Gran Paradiso Umrundung
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Startpunkt: Valsavarenche (Aostatal).

Anreise: Autobahn über Mailand nach Aosta. Von Aosta taleinwärts in Richtung Monte Bianco bis Villeneuve. Hier links hoch ins Valsavaranche-Tal bis Valsavaranche-Ort.

Beste Reisezeit: Juli - September

Kartographie: Istituto Geografico Centrale, 1:50.000, Blatt: "Il parco nazionale del Gran Paradiso".

Wetterdienst: Tel +39-0165-44113

Übernachtung
Valsavaranche: Bed and Breakfast "Le Meleze". Ortsteil Bien 11. 11010 Valsavaranche. Tel: +39-0349-7801409.
E-Mail: lemeleze@tiscalinet.it
Web: www.bedbreakfastalp.it

Cogne: mehrere Pensionen

Ceresole Reale: Hotel "Chalet del lago", Pian della Balma 10. Tel +39-0124-953128

Bus von Pont Canavese nach Ceresole Reale: die Bushaktestelle befindet sich in der Stadtmitte. Der letzte Bus startet um 18:30. Fahrzeit: ca. 1 Stunde. Biketransport umsonst

Höhenprofil

Strecke

Gran Paradiso im Winter (Snowboardtour)

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Team: Marco Toniolo, Lorenz Psaier


Danke an BIKE, insb. an Gitta, für die Unterstützung!!
Diese Reportage erscheint in der BIKE 8/2002

 

Text, Idee und Fotos: Marco Toniolo

 

Richtung Col Lauson

 

Drei Tage auf den Königlichen Wegen um den Gran Paradiso (4061 m)

König Vittorio Emanuele II beschloß 1856 das Gebiet um den Gran Paradiso als sein privates Jagdrevier zu erschließen. Um überall mit seinem kleinen arabischen Pferd ankommen zu können, ließ er ein über 200 km langes Karrenwegenetz bauen.
Die Wege kletterten mit unzähligen Serpentinen auf den Steilflanken des Gran Paradiso bis über 3000 Meter, sie verbanden mehrere Jagdhäuser, in denen der König während seiner Jagd auf Steinböcke übernachtete. Die Tiere wurden ironischerweise dadurch geschützt, da eben nur Vittorio Emanuele II sie jagen durfte. Damals waren sie fast im gesamten Alpenraum ausgerottet. 1920 schenkte Vittorio Emanuele III das Jagdrevier dem Italienischen Staat, der zwei Jahre später das Gebiet als ersten italienischen Nationalpark deklarierte.

Abfahrt vom Rifugio Sella

Heute ist der Gran Paradiso ein beliebtes Ziel für Wanderungen und Hochtouren, es gibt aber kaum Information über die Befahrbarkeit der Wege für Mountainbiker. Wir lassen uns nicht erschrecken und fahren ins Aostatal, um eine Rundtour auf den königlichen Wegen zu wagen.
Startpunkt unserer Tour ist Valsavaranche, ein enges Tal eine halbe Stunde entfernt von Aosta. Die Bergflanken sind unglaublich steil. Die wenige Dörfer sind klein und uralt. Wir müssen eine Weile nach einer Unterkunft suchen. Nicht weil das Tal voll wäre, nein, sondern weil es hier kaum Unterkünfte gibt. Wir finden ein Meublé (Bed & Breakfast) in einem alten Haus. Eine Einheimische hat uns den Tipp gegeben. Wir hätten das Haus sonst nie gefunden, da es nur zu Fuß durch eine Gasse zu erreichen ist. In unseren Zimmer gibt es noch Waschbecken ohne fließendes Wasser, wie in den alten Wildwest-Filmen. Nur als Schmuckstück allerdings, welches sehr gut zu der alten Holzeinrichtung passt.

Jagdhaus oberhalb von Valsavarenche

Treffpunkt aller Sportler des Tales ist die Brasserie "L´abro de la Luenna". Genau in Valsavaranche wurde Dezember 2000 die vermutlich schwierigste Mixed Route (Eis und Fels) der Welt "Mission Impossible" von Einheimischen eröffnet. Wir sind auf der Suche nach Informationen über die Befahrbarkeit des Col (Joch)Lauson (3296 m), das wir morgen überqueren wollen. Wir werden nicht enttäuscht. Die nette Wirtin fischt irgendwo ein altes Buch raus. "Mountainbike Guide Valle d´Aosta". Ausgabejahr: 1990. Wir lesen etwas über den Lauson, eigentlich nur als Stichtour. Der Pfad sollte bis 3000 Meter fahrbar sein. Was danach kommt, müssen wir selber herausfinden.

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