| King Size - Gran Paradiso Umrundung |
Erste Etappe: Valsavaranche - Eaux Rosses -
Col Lauson - Cogne.
26 Km, 1630 Höhenmeter.
Der Pfad ist am Anfang für eine Länge von 800 Meter (nicht Höhenmeter!)
unfahrbar. Die Letzten 300 Höhenmeter bergauf vor dem Col Lauson auch.
Nach dem Rifugio Sella wird der Trail wegen den Wasserrinnen sehr anspruchsvoll.
Zweite Etappe: Cogne - Finestra di Champorcher - Rifugio Dondennaz - Col
Larissaz- Piamprato - Pont Canavese - Ceresole Reale.
57 Km, 1710 Höhenmeter.
Von Pont Canavese nach Ceresole Reale mit dem Bus (siehe
Infoteil)
1 ½ Stunde schieben bergab vom Col Larissaz, da der Pfad von der Überschwemmung
in 2000 zerstört worden ist. Der Bustransport von Pont Canavese ist erforderlich,
weil die Strassentunnels sehr steil, schlecht beleuchtet und gefährlich
sind.
Dritte Etappe: Ceresole Reale - Piano del Nivolet - Jagdhaus Aouilles
- Costa del Manteau - Lago Djouan - Jagdhaus Orveille - Pfad Nr. 8 bis Valsavarenche.
44 Km, 1550 Höhenmeter.
Nach dem Pian del Nivolet den Pfadspuren bis zum Jagdhaus Aouilles folgen.
Die Königsstrasse läuft 150 Meter weiter oben (schieben und Steinmännern
Folgen, 20 Min). Trail mit Schiebenstücken zum Lago Djouan. Von Orvielle
unbedingt den schönen Pfad Nr. 8 nehmen, sonst unfahrbar
Die Route ist für Biker mit Bergerfahrung und Trittsicherheit geeignet.
Alle Infos beziehen sich auf September 2001.
Gran Paradiso im Winter (Snowboardtour)
![]() |
| Abfahrt vom Col Lauson |
Am nächsten morgen stehen wir kurz vor sieben Uhr mit unseren Bikes
am Anfang des Pfades zum Col Lauson (3296 m). Unsere aktuelle Höhe: 1666
Meter. Wir müssen 1600 Höhenmeter auf einem Trail bergauf bewältigen.
Das Wetter ist perfekt. Das Abenteuer darf beginnen.
Die ersten 800 Meter sind nicht fahrbar. Der Pfad ist grob gepflastert, die
Überschwemmung des vergangenen Jahres hat den Rest gemacht. Nach 10 Minuten
Schieben beginnt der Wald und der Pfad wird zum Karrenweg. Der Waldboden lässt
unsere Räder fast widerstandslos rollen, die Neigung ist erträglich.
Wir gewinnen an Höhe. Besonders knifflig sind manche Kehren, der Rest
ist wirklich problemlos fahrbar.
![]() |
| Erst fahren.... |
Erst bei 2200 Meter erreichen uns die erste Sonnenstrahlen. Nach dem Wald geht es weiter in einem flachen Tal. Das Sonnenlicht und die imposanten Berge bieten uns eine beeindruckende Szenerie. Wir können nicht sehen, wo das Col Lauson ist, der Weg schlängelt sich weiter zwischen riesigen Moränen und reißenden Bächen. Die Murmeltiere pfeifen. Je höher wir kommen, um so einfacher wird der Weg zu fahren. Die Kehren werden breiter und die Steigung angenehmer. Bei 2800 Meter treffen wir auf Steinböcke. Sie flüchten nicht, sie wissen, sie haben von den Menschen nichts zu fürchten. Bei 3000 Meter stehen wir an den Füßen des Col Lauson. Eine letzte Moräne muss bewältigt werden, diesmal ist aber Schluss mit Fahren. Zu steil. Schiebend und tragend kämpfen wir uns bis zum höchsten Punkt der Tour. Die Höhe lässt uns richtig schnaufen, wir müssen ständig Pause machen.
![]() |
| ....und dann staunen: von da unten rechts kamen wir, alles fahrbar! |
Am Joch staunen wir über das Panorama. "Berg Heil", wir gratulieren einander. Drei Wanderer können ihren Augen nicht glauben, als sie unsere Fahrräder sehen. Wir gönnen uns die verdiente Pause, bevor wir den Abstieg starten. Die ersten 150 Höhenmeter wären schon fahrbar, wenn man sicher wäre, dass man nicht stürzt. Der Pfad ist 50 cm breit, rechts geht es in den Abgrund. Was danach kommt ist aber erste Sahne. Wie im Traum fahren wir einen einfachen Trail in Richtung Piano del Lauson ab. Unglaublich, wie gut den königlichen Weg sich fahren lässt. Am Rifugio Sella (2584m) werden wir als Helden empfangen, die Leute schauen uns an, als kämen wir von einem anderen Stern. Während wir Pasta essen, werden unsere Bikes bis ins tiefste Detail studiert, ich muss mich zwischen den Wanderern durchschlängeln, um überhaupt wieder ans Bike ran zu kommen.