Von Ventimiglia zum Monviso - Eine Reise durch die Seealpen
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Länge gesamt: 355 km

Höhenmeter gesamt: 13.400

Etappen gesamt: 7

Schwierigkeit: schwer. Sowohl für die Kondition als auch technisch anspruchsvoll.

Beste Jahreszeit: Juli-September

Kartographie: Karten 1:50000 vom IGC (Istituto Geografico Centrale) Nr. 14, 8,7,6

Reise nach Ventimiglia: mit dem Auto über den Gotthard bzw. Brenner nach Mailand, weiter in Richtung Genua. Kurz vor Genua rechts auf der "Autostrada dei Fiori" bis Ventimiglia. Von München ca. 800 km.

Rückreise von Saluzzo nach Ventimiglia: bequem und spektakulär mit dem Zug über Cuneo und das wunderschöne Valle Roya. Die Regionalzüge haben immer ein Fahrradabteil. Gesamte Fahrzeit: ca. 3,30 Stunden, umsteigen in Cuneo. Preis mit Bike: um die 12 Euro.
Info Bahn: hier clicken

Hotel in Ventimiglia: Hotel Kaly, Lungomare Trento e Trieste 67. Tel +39-0184-295218. Fax +39-0184-295118. Zimmer mit Frühstück ca. 35 Euro pro Person. Man kann das Auto dort sicher stehen lassen. Strand vor der Haustür. Wellenrausch beim Einschlafen!

Website für die Posti Tappa GTA und die Hütten in Piemont: hier clicken

Höhenprofil (121 Kb)

Strecke mit Roadbook (34 Kb)

>>>>> Zusätzliche Fotos <<<<<

Anregungen und Fragen

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Team: Marco Toniolo, Lorenz Psaier, Dave Werner, Gudrun Münch

Text, Idee und Fotos: Marco Toniolo

Dieser Bericht wurde in der Bike 02/2004 publiziert

 

 

 

Das darf nicht wahr sein! Erneut ein Kamm vor uns und kein Pfad in Sicht!
Seit zwei Stunden schieben wir unsere Bikes jetzt schon einen furchtbar steilen Hang hoch und machen, um die Steigung besser zu bewältigen, Spitzkehren wie beim Skitourengehen. In wenigen Minuten werden wir komplett im Nebel verschwinden und in einer Stunde wird es wohl dunkel werden. Die nächste Hütte ist mindestens zweieinhalb Stunden entfernt. Wir haben außer Riegeln nur ein paar Stücke kalte Polenta dabei und sind total müde. Ich möchte an eine Nacht in den Rettungsdecken, die wir zum Glück eingepackt haben, nicht denken und schiebe weiter.

Der Biwakschachtel "Saracco Volante" soll bald erreicht sein. Aber ich weiß aus Erfahrung, dass in dieser Gegend solche Unterkünfte meistens privat und deshalb abgesperrt sind. Ich mache eine Verschnaufpause und schaue runter zu meinen drei Bike - Freunden, die mühsam den Hang hochschieben. Diese Tour war meine Idee und ich fühle mich für die Schinderei des heutiges Tages verantwortlich. Insbesondere für Gudrun, die einzige Frau unserer Gruppe, tut es mir leid. Sie ist am Ende ihrer Kräfte und heute ist erst der zweite Tag unserer neuntägigen Überquerung!

"Es wird die perfekte Singletrail-Tour und eine der besten Bike-Erlebnisse eures Leben!". So hatte ich die Tour angekündigt und Gudrun, Lorenz und Dave für das Abenteuer rekrutiert. Der Ankunft in Ventimiglia war vielversprechend: Baden im warmen Wasser des Mittelmeeres, Pizza essen in einem Restaurant mit Strand-Terrasse und das Geräusch der Wellen beim Einschlafen.
Am ersten Morgen ging es vom Meer los. Dabei durchquerten wir die verschiedenen Vegetations-Stufen. Zu Beginn konnten wir noch Brombeeren und Feigen essen, die direkt am Weg wuchsen. Bald fuhren wir über die gut befestigte Grenzkammstrasse von der Küste weg in Richtung Seealpen. Anschließend folgten wir dem alten Militärweg, der genau an der Grenze zwischen Italien und Frankreich verläuft. Damit startete unsere Expedition ins Ungewisse. Der erste Singletrail ließ nicht lange auf sich warten lassen und führte uns erst bergauf, dann bergab am Felsabbruch entlang. Lorenz, nicht schwindelfrei, hatte Probleme mit den steilen Abgründen, die sich direkt neben dem Trail auftaten und stieg vorsichtshalber das ein oder andere Mal vom Bike ab.

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