Sardinien - Cala Gonone
<< [2/6] >>

Sehenswürdigkeiten:
Grotta del Bue marino. Nur per Schiff erreichbar. Täglich fahren mehrere Boote vom Hafen dorthin. Im Sommer überlaufen.

Schlauchboote Vermietung: Cielomar, Box Nr. 6 am Hafen. Tel +39-0784-920 014. Wichtig, falls man bei der Tour 1 die letzte Fähre um 17:30 verpasst (ein Boot mit Fahrer wird nach Cala Luna geschickt). Preis: 2 Personen mit Bikes ca. 25 Euro.
Zu empfehlen für einen Tag auf der Entdeckung der unzähligen Buchten vom Golfo di Orosei. Preise: 2 Personen + Benzin von 9:00 bis 17:30: 75 Euro + ca. 15 Euro Benzin..
Man darf bis zu Cala Goloritzé (sehenswert!) fahren.

Bank: die nächste Bank befindet sich in Dorgali (12 Km). In Cala Gonone gibt es keine.

Klettern: Kletterer sollten ihre Ausrüstung dabei haben. Um Cala Gonone gibt es mehr als 10 Klettergärten. Häufig klettert man direkt am Meer. Unvergesslich: die Besteigung der Aguglia di Goloritzé. Bibliographie: "Pietra di Luna" von Maurizio Oviglia, auch in Deutschland erhältlich. Siehe www.sardiniaclimb.com

Sehr wichtig: die Orientierung ist in Sardinien schwierig. Unzählige Wege sind nicht auf der Karte gezeichnet, das Gelände ist unüberschaubar, oft trifft man stundenlang keinen Mensch. Orientierungssinn ist gefragt! Bei der Tour Nr. 1 sollte man viel Zeit für die Wegfindung einplanen. Wilde Hausschweine nicht fürchten, auch wenn sie im Überzahl sind! Die Beschreibungen hier unten wurden im Juni 2001 aufgenommen. Schon damals wurden manche Wege zementiert und verändert. Der Autor entschuldigt sich für eventuelle Unstimmigkeiten.

Links:
Bikesardegna
Sardiniapoint

Zu den Touren >>>>

 

Das alte Fischerdorf Cala Gonone hat sich in den letzten Jahren viel verändert, auch wenn hier nicht ganz so heftig gebaut wurde wie in anderen Gebieten der Insel. Die ganze Küste bis Baunei ist jetzt sogar ein National Park, langsam erkennen die Sarden wie wertvoll dieses Stück Sardiniens ist.

Ganz hinten Cala Fuili

Der Supramonte, so heißt die Gebirgsgruppe, die sich von Nuoro südlich bis zur Küste ausbreitet, gilt als einer der letzten Wildnis-Gebiete Mittelmeers. Hohe Gebirgskämme wechseln sich mit tiefen Kalksteintälern ab, jahrhundertealte Wälder mit kahlem Heideland. Der Supramonte ist eine fast unbesiedelte Gegend. In den Steineichenurwäldern und den Sträuchern und Bäumen der Macchia ist eine reiche und rare Fauna zu Hause: Auf den Gipfeln nisten noch Adler, Gänsegeier, Habichte und Kolkraben; Mufflonherden durchqueren die Gebirgskämme und die Tränken; Wildschweine kreuzen die Wege des Menschen.
Mountainbiker benutzen hier die Wege der Hirten, um voranzukommen. Manchmal findet man auch hier einen uralten Carbonai-Weg. Im 19. Jahrhundert wurde Sardinien fast ausschließlich für die Beschaffung von Kohle und Mineralien ausgenutzt und ausgebeutet. Die Wälder wurden zerstört, die Mineralindustrie hat die Landschaft im Südwesten der Insel für immer verändert.
Der Supramonte blieb wegen seiner Abgelegenheit aber fast komplett verschont.
Wir besuchen die Gola su Gorropu, eine der tiefsten Schluchten Europas. Ein Wanderweg, der sich ideal für die Auffahrt mit dem Bike eignet, führt hinauf zum Eingang der Schlucht. Es ist alles fahrbar, volle Konzentration wird aber gefordert. Zu Beginn der Schlucht wartet ein kleiner erfrischender Gumpen. Wir gehen zu Fuß weiter. Die Schlucht wird immer enger und tiefer, es sieht so aus, als ob die Wände uns einsperren wollten. Das Vorankommen wird immer schwieriger, wir gehen durch ein Labyrinth von teils hausgroßen, teils sehr glatten Felsen. Manchmal sind kleinere Klettereien notwendig. Die Radschuhe mit Clickies werden zum echten Handicap. Nach Eineinhalb Stunden kehren wir zu unseren Rädern zurück. Jetzt beginnt der Fahrspaß über den schönen Trail, der uns zum Ausgangspunkt zurückführt, diesmal abwärts.

In Sardinien gehört es dazu....

>>>> weiter >>>>