| Um die Sella (1750m - 56km) |
Gebiet: Grödental/Gadertal/Fassatal
Länge: 56km
Höhenunterschied: 1750 m
Max Höhe: 2239 m Pordoi Joch
Start: Wolkenstein 1600 m
Zugang: von der Autobahnausfahrt Klausen, Richtung Grödental bis Wolkenstein
Befahrbarkeit: je nach Streckenwahl 35 min schieben
Kartographie: Tabacco 07
Bewertung: Mittelschwer
Text und Photo: lorenz

Abfahrt Grödnerjoch

Aufstieg Sella Joch
Viele kennen sie, die Sella Runde, besonders beliebt bei den Skifahrern, jedoch die meisten wissen nicht, dass sie auch mit dem Mountainbike großteils abseits der Strassen machbar ist. Die Kulisse ist einfach großartig und zu Recht gelten diese Berge zu den schönsten in den Alpen. 4 Pässe an einem Tag verlangen aber eine gute Kondition und die Kräfte müssen sorgfältig eingeteilt werden um nicht während des letzten Aufstieges in Krise zu gehen. In der Hauptsaison ist auch ein auch ein früher Start zu empfehlen um dem Autoverkehr zu entgehen.
Einsteigen
kann man bei dieser Tour wo man will und auch die Richtung ist nicht so wichtig,
aber im Uhrzeigersinn zu fahren scheint mir die günstigste Variante.
Für mich war Wolkenstein das näheste und am Ende des Dorfes befindet
sich auch ein Parkplatz auf 1600 m.
In der ersten Rechtskehre startet der Weg 654. Hier muss man sich entschieden ob man das Rad ca. 20 min. schieben will, die wenigsten werden auf den steilen Weg fahren können, oder ob man auf der vielbefahren Passstrasse weiterfährt. Ich würde die 20 min. investieren und man erreicht dafür eine herrliche Alm mit Blick auf den Plattkofel. Nach der Alm trifft man wieder auf die Passstrasse, auf der man weiter bis aufs Grödnerjoch 2121 m fährt.

Sella vom Incisajoch
Gleich nach dem letzten Haus am Joch startet ein Trail, der zuerst unterm Lift zu einem Parkplatz dann weiter bis nach Corvara führt. Dort kann man die Strasse durch die Fraktion Plan nehmen, um dann später wieder auf die Campolongo-Passstrasse zu landen. Nach dem Golfplatz beginnt der Weg 22 zum Incisajoch, ein Spaziergang im Vergleich zum Grödnerjochaufstieg. Obwohl es noch etwas früh sein könnte, so ladet die Incisahütte doch zum Mittagessen ein.
Der breite Weg nach Cherz verleitet einem leicht zum rasen, aber Achtung, entgegenkommende Autofahrer sorgen da schnell für den Herz in der Hose Effekt. All jene, die den Weg 22 von Cherz nach Arrabba versuchen wollen um der Strasse zu entgehen, sollten sich auf auf eine längere Tragerei einstellen. Besser, man fährt auf der Strasse nach Arrabba 1601m. Dort kann man nach der Kirche links über die Brücke fahren und den gleich wieder rechts über die Skipiste weiter bis auf 1840 m. Ab hier gibts es leider keine Alternative als die Passstrasse zum Pordoi 2239 m.
Es gäbe noch die Variante hinauf zum Rif. Porta Vescovo 2478 m um einen Grossteil der Passstrasse zum Pordoi zu sparen. Dies bedeutet aber jede Menge zusätzliche Höhenmeter und der Weg soll auch recht steil sein. Also nur etwas für besonders konditionsstarke Fahrer.
Noch auf dem grossen Parkplatz startet der Weg 627 nach Canazei. Ein echter Bremsenhärtetest, denn der Weg verläuft in der Skipiste. Beim Albergo Bellavista 1926 verlassen wird den Trail und sausen auf der Strasse bis zum Rist. Lupo Bianco 1715 m, überqueren den Fluss um dann auf dem Weg 655 das Sellajoch 2244 m zu erreichen.
Der letzte Anstieg verlangt noch das letzte von der Kondition denn der Weg ist pervers steil. Nach dem Sella geht es nur noch bergab.Der Weg 657 ist etwas schwierig zu finden, am besten man orientiert sich an der Skipiste. Ein echtes Schottermonster mit groben Steinen. Allen Fully-Kritiker werden hier die Argumente ausgehen. Nach dem Parkplatz von Plan de Gralba folgt man wiederum der Skipiste um den Ausgangspunkt unser Tour zu erreichen.