Sesvenna - Umrundung
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Gebiet: Sesvenna/Unterengadin

Länge: 93 km

Höhenunterschied: 2777m

Max Höhe: 2295 m Alp Sursass

Start: Calvenbrücke 950 m

Zugang: Staatsstrasse Vinschgau, Glurns durchqueren und Richtung Münstair/Schweiz fahren. Bei der Kreuzung nach Laatsch beginnt links ein Forstweg und nach 20 m gibt es einen Parkplatz

Befahrbarkeit: kurze Schiebestrecken vor den Pfaffenseen und auf dem Trail zu Sesvennahütte und auf dem Felsenweg in der Uina Schlucht.

Kartographie: Tabacco 043 Vinschgauer Oberland und Landeskarte der Schweiz 5017 Unterengadin.

Bewertung: Landschaftlich einmalig, der Trail und die Uina-Schlucht fordern etwas Schwindelfreiheit und Fahrkönnen.

Text & Tour by: Lorenz Psaier

Für Schitourengeher ist die Sesvenna ein Begriff, für Bike hingegen Unterengadin und Obervinschgau. Lange einsame Täler und alte Wirtschaftswege sind ideale Voraussetzungen zum biken, und das in einem Gebiet, wo die Berge nahezu unberührt sind.


Trail Pfaffensee - Plantapatschhütte

Die 2 Tages-Tour führt am ersten Tag auf der Straße und Wirtschaftswegen entlang der beschaulichen Dörfer Laatsch, Schleis, Burgeis bis zum Haidersee. Dann quert man auf bequemer Forstpiste den ganzen Süd-Osthang des Watles um am Ende auf einem Trail die Pfaffen-Seen im Watles Skigebiet zu erreichen. Pünktlich fürs Mittagessen stösst man gleich dannach auf die Plantapatsch-Hütte, um dann auf einem teilweise ausgesetzten, aber noch gut befahrbaren Trail die Sesvennhütte für die Übernachtung zu erreichen.


Felsenweg Uina-Schlucht

Am 2 Tag übertretet man kurz nach der Sevenna-Hütte die Grenze zur Rätischen Schweiz und es folgt super Downhill durch die Uina Schlucht, wohl der spektakulärste Weg, um den Alpenhauptkamm zu überschreiten. Der Weg mitten in der senkrechten Felswand wurde zu Beginn des 20. Jh. in die Wand gesprengt um von der Schweiz die Sursass Alm im oberen Uinatal zu erreichen. Von Sur En folgt man den Inn-Radweg bis Scuol, um dann auf der Strasse bis S-Charl zu gelangen. Während das Uina Tal bis heute kaum bewohnt ist, wurde in S-Charl schon ab dem 12 Jh. bis ins 19. Jh. Bergbau betrieben. Einige Gebäude und ein Museum zeugen noch von den harten Bergbauzeiten. Die Abgeschiedenheit dieser Täler machte es möglich, dass hier bis 1904 Bären leben konnten. Dannach folgt man der Forststrasse und Trail zum Constainas Pass, dem letzten Anstieg. Im Downhill erreicht man Lü und dann auf der Strasse bis nach der Schweizer Grenze, um auf der anderen Talseite den Forst/Radweg bis zum Ausgangspunkt zu nehmen.

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