Sesvenna - Umrundung 1. Etappe
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Länge: 27 km

Höhenunterschied: 1514 m

Max Höhe: 2258 m Sesvennahütte

Befahrbarkeit: kurze Schiebestrecken vor den Pfaffenseen und auf dem Trail zu Sesvennahütte

Kartographie: Tabacco 043 Vinschgauer Oberland

Bewertung: Schöne Aussicht zu den Gletschern Ortlergebietes, Trail zur Sesvenna ist zwar glatt, aber ein paar Steilstücke und die Ausgesetztheit fordern etwas Fahrsicherheit.

Start: 950 m Calvenbrücke auf der Strasse ins Münstertal. (Parkmöglichkeit)

Strecke: Teer-Strasse nach Laatsch nehmen, vor dem Brunnen vor dem Gasthof Lamm und westlich der Etsch auf der Forststrasse nach Schleis. Im Dorf, vor der Etschbrücke, dem Wegweiser nach Burgeis folgen.
In Burgeis, am westlichen Ufer bleiben bis man den Haidersee erreicht hat und links ein Forstweg abbiegt. Wegweiser Pfaffen-Seen [4].
Alle rechten Abzweigungen ignorieren und immer auf dem besser ausgebautem Weg bleiben bis dieser auf 2100 in einem Trail übergeht.
Direkt bei der Plantapatsch-Hütte beginnt der Weg zur Sesvenna-Hütte Wegweiser [ 8a ].

Text & Tour by: Lorenz Psaier

Laatsch - Watles - Sesvennahütte

Am 17. August ist es wieder soweit, unsere alljährliche 2. Tagestour. Nur 15. min. zu spät treffen alle bei der Calvenbrücke ein, ohne irgendwelche wichtige Sachen vergessen zu haben. Schon fast recordverdächtig bei 8 Leuten. Super Team und auch super Wetter. In Laatsch gibt's schon erste Schwierigkeiten die Abzweigung nach Schleis zu finden. Während dem Wasserfassen kurze Auskunft bei den Einheimischen geholt und genau vor dem Brunnen beim Gasthof Lamm geht der Weg hoch. Das wir kurz drauf eine große Schafherde treffen, wundert uns nicht mehr. Die Zeit scheint in den Dörfern fast stehengeblieben zu sein. In Schleis treffen wir an der Brücke die ersten Alpenüberquerer. Es sollten nicht die letzten sein, denn auf dem Weg zum Haidersee muß man schon höllisch auf den Gegenverkehr der Radler aufpassen, was gar nicht so einfach war. Die Wiesen im sattem grün mit dem Ortler im Hintergrund machten lassen einem die Blicke überall hinschweifen, außer auf dem Weg.

Nach dem Haidersee sind wir alleine. Ausser einigen Kühen treffen wir erst kurz vor den Pfaffensee auf 2 Biker, die eine Tagestour fuhren. Das plötzlich massenhafte Auftreten von Turnschuhtouristen lässt die Nähe der Plantapatschhütte mit Liftstation erahnen. Gerade rechtzeitig für das Mittagessen. Die Touristen scheinen noch nicht viel Biker gesehen zu haben, denn man wird bestaunt wie Außerirdische. Nach dem Essen begann der unbekannte Teil der Tour. Es waren nicht viele Infos über dem Weg zur Sesvennahütte zu finden aber er erwies sich als Glücksgriff. Glatter Boden und nur 3 kurze Schiebestücke. Bloss etwas Gegenverkehr von Wanderern, die zur Seilbahn zurück wollten. Vielleicht hätten wir doch nicht solange auf der Hütte rasten sollen.

Der Trail scheint unendlich zu sein, aber mit dem Blick auf die Sesvenna-Hütte und dem Gedanke an ein Weisbier lässt sich die steigende Müdigkeit überwinden. Bloss keinen Fehler machen, denn der Hang wird immer steiler und ein Sturz hätte wahrscheinlich fatale Folgen, zumindest das Bike müsste man als Alu-Schrott am Hangfuss einsammeln. Das scheint aber niemanden von uns zu beeindrucken. Zur Idealzeit von 16.00 treffen wir bei der Sesvennahütte ein. Nach uns erreichen laufend weitere Biker die Hütte und der Bike-Unterstand macht schon langsam Konkurrenz an einem Bike-Shop. Hütten-Romantik kann bei so einer rammelvollen Bude keine aufkommen. Zum Glück hatten wir vorgemerkt, sonst hätten wir, wie einige andere, wieder ins Tal hinabfahren müssen.

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