Auf Ötzi Spuren
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Kilometer gesamt: 116 km

Höhenmeter gesamt: 5000 m

Beste Reisezeit: August - September

Startpunkt: Sölden in Ötztal.

Anfahrt: Insbruck - Inntal Autobahn bis Ausfahrt "Ötztal". Weiter bis Nach Sölden. Von München ca. 2 ½ Stunden. Oder über den Fernpass auf der Fernstrasse bis ins Ötztal.

Kartografie: Kompass 1:50000 Nr. 43 "Ötztaler Alpen", 53 "Meran" und 52 "Vinschgau".

Übernachtungen
Sölden: Fiegl Hermann Frühstückspension Schmiedhof 35, 6450 Sölden
Tel./Fax +43-5254-2636.
Nettes Bed&Breakfast.
Similaunhütte: 0039/0473/669711
Stettinerhütte: 0039/0473/646789

I Etappe: Sölden - Similaunhütte.
29 Km 1600 Hm
II Etappe: Similaunhütte - Stettiner Hütte. 30 Km 1700 Hm
III Etappe: Stettiner Hütte - Sölden. 57 Km 1700 Hm
Gesamt: 116 Km 5000 Hm

Hinweis
Wetterbericht genau studieren! Die beiden Passagen über den Similaun und das Eisjöchl erfordern alpine Erfahrung und sichere Wetterverhältnisse. Alle Abfahrten auf Pfade sind technisch anspruchsvoll und nicht geeignet für Anfänger.

Archeologie Museum mit Ötzi: www.archaeologiemuseum.it

zur Strecke

 

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Team: Marco Toniolo, Lorenz Psaier, Wulf


Danke an BIKE, insb. an Gitta, für die Unterstützung!!
Diese Reportage erscheint in der BIKE 3/2003

 

Text, Idee und Fotos: Marco Toniolo

 

"Vor über 5.000 Jahren stieg ein Mann in die eisigen Höhen der Schnalstaler Gletscher und kam dort um. Im Jahr 1991 wird er zufällig gefunden: mitsamt seiner Kleidung und Ausrüstung, mumifiziert, gefroren - eine archäologische Sensation und eine einzigartige Momentaufnahme eines kupferzeitlichen Menschen."

Eine Sensation will auch unsere Dreitagestour werden. Mit 5000 Höhenmetern und 116 Kilometern planen wir die Berge, in denen der Ötzi gefunden wurde, zu umfahren und gleichzeitig einen der schönsten Trails der Alpen unter die Stollen zu nehmen. Das Eisjöchl mit seinen unzähligen Serpentinen muss bezwungen werden, bevor wir über das Timmelsjoch zurück in Richtung Österreich fahren.

Auf dem Gletscher

Alle drei, Lorenz, Wulf und ich, wissen aber, dass der hohe Pass mit dem eisigen Namen nicht die wahre Herausforderung dieser Tour sein wird. Oder besser: nicht die einzige. Die Passage über den Similaun Gletscher wird uns zeigen, ob wir uns zu weit gewagt haben. Schon der Ötzi vor uns hatte sich auf dem Gletscher überschätzt. Wir möchten nicht in 5.000 Jahren wieder gefunden werden. Wahrscheinlich würde keiner der Zukunftsmenschen verstehen, was drei Leute mit den komischen Geräten mit zwei Rädern da oben getan haben.

Damit die Kinder unserer Kinder sich diese Frage gar nicht erst stellen müssen, lesen wir sehr genau den Wetterbericht, bevor wir von Sölden starten. "Stark bewölkt, Niederschläge wahrscheinlich, aber kein Gewitter". Ein Hochdruckgebiet wäre uns lieber gewesen, aber immerhin, Aufklärungen sind für den Nachmittag vorhergesagt. Unter einem grauen Himmel starten wir in Richtung Vent (1895m). Dieses Dorf liegt in einer beindrückend wilden Lage, zwischen Similaun, Wildspitze und Ötztal. Es ist die letzte zivilisierte Bastion, die wir vor dem Gletscherübergang sehen. Ein steiler Karrenweg führt in dem kargen Niedertal zum Martin Busch Hütte (2501m). Ganz hinten sehen wir den Gletscher, der schwer vom bleiern-grauen Himmel zu unterscheiden ist. Die Luft ist kalt und die Martin Busch Hütte lädt uns zur ersten Rast des Tages. Wir hoffen immer noch, dass wenigstens später die Sonne scheint. Nach einem warmen Tee wird unsere Hoffnung aber enttäuscht, jetzt ist der Gletscher sogar in den Wolken verschwunden.

Der Weg zur Martin Busch Hütte

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