Freitag: endlich Feierabend. Nichts wie weg von der Stadt, möglicherweise ohne Stau. Tja, wo geht es? Auf der A8 i.R. Salzburg bewegen sich die Autos in Schrittgeschwindigkeit, die A96 i.R. Garmisch ist ok bis Eschenlohe, dann wird die Geduld der Autofahrer (und der Steuerzahlern: wozu der neue Tunnel?) bis Garmisch auf den Prüfstand gelegt.

Na dann bleibt nichts anderes übrig als nach Arlberg zu fahren. Die 2 1/2 Stunden Autofahrt werden von keinem Stau verlängert, wenn man den richtigen Weg wählt: von München auf der A96 bis nach Mornau, weiter über Kochel a. See, Mittenwald, Seefeld, Telfs (nicht über Zirlerberg!), S. Anton und voilá, da sind wir.
Die Rückfahrt verläuft genau so glimpflich, wenn man sich vor der Fahrt eine Pizza in dem netten Lokal "Pomodoro" in St. Anton gönnt.
Diesmal berichten wir über einen Skigebiet. Horror!! Das passt zu Bike&Board nicht, denkt ihr. Hier sind die Voraussetzungen, die ein Wochenende in Zürs/Lech unvergesslich machen können: viel Schnee, geringe Lawinengefahr, schönes Wetter, Reisezeit Dez bis Ende Jan oder nach Ostern (weniger Leute unterwegs), ein paar DM übrig für den Lift, Top-Kondition.
Wer früh dran und fit ist, schafft die 10.000 Höhenmeter am Tag ohne große Probleme. Davon 80% abseits der markierten Pisten. Ist das zu wenig? Dann empfiehlt sich ein Sonnenuntergang über der Bergstation von der Trittkopfbahn. Mit einer knappe 1/2 Stunde Wanderung kann man auf den Gipfel gehen, die Abenddämmerung genießen und von Freude auf der Bevorstehenden Abfahrt platzen. Die fast 1000 Meter Höhenunterschied bis zum Aprés Ski Waelder im Zürs werden wie in Trance gefahren. Keine Sorge, die Bars sind nicht so voll wie in Sölden oder St. Anton. Wahrscheinlich weil die Leute so müde von dem Skitag sind, dass alle schon nach Hause gegangen sind.
Wir empfehlen die Lawinenausrüstung (Piepser, Schaufel und Sonde) mitzunehmen. Lasst euch von dem Eindruck Skigebiet=Sicherheit nicht tauschen. Ihr bewegt euch im Hochalpinen Gelände und die Suche nach dem Powderrausch ohne Aufstiegsmühe kann blind machen. Falls ihr nicht so sicher seid, welche Hänge sich fahren lassen, wendet ihr euch bitte an die Bergführer und investiere ein bisschen Geld für ihre Begleitung.
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| Abfahrten |
Höhenunterschied und Schwierigkeit |
Lift |
| Omeshorn |
940 Hm, schwer |
Madlochbahn |
| Trittkopf |
680 Hm, sehr schwer |
Trittkopfbahn |
| Hasenfluh |
730 Hm, mittel |
Muggengratbahn |
| Stierloch Under construction |
940 Hm, schwer |
Madlochbahn |