| Emilio Previtali und FREE.rider |
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| Emilio auf Peter Pan (8a), Cornalba (BG) (Foto ASCC.Freeride) |
WIE SIEHST DU DIE VERBINDUNG ZWISCHEN ABENTEUER UND DEN BERGEN?
Wenn ich ans Abenteuer denke, dann denke ich nicht an einen großen Berg,
an eine große Höhe, sondern ich denke an das Gefühl, das du
hast, wenn du etwas machst, wo du dachtest, dass dies nicht möglich wäre,
wenn du einen Traum verwirklichst.
Abenteuer ist auch, an einem neuen Plan zu arbeiten: am Arbeitsplatz, in der
Familie, in der Gesellschaft, also nicht obligatorisch etwas, daß die
Berge betrifft. Du siehst, das was zählt ist nicht "was" sondern
"wie ".
Ich fing an, das Abenteuer in diesen Bereichen wahrzunehmen, genau dann als
ich mich in kleinen Bereichen bewegte, wenn ich kletterte, (a.d.R. Emilio
kletterte schon 86 den 8b und den 7c auf Sicht) zu den Zeiten versuchte ich
Boulder kletterei, das was bis vor wenigen Augenblicken auch mit Anstrengung
unmöglich schien, verwirklichte sich plötzlich mit Konzentration
zwischen deinen Händen, und drängt dich zu neuen Grenzen. Wichtig
auf diesem Weg ist die Fähigkeit die Eindrücke und die gemachten
Erfahrung zu verarbeiten und sie zum integrierender Teil deines Wesen zu machen.
Ich denke, daß dies für das Abenteuer ist, eine Reise in dich selbst
und nicht die Höhen und Zeiten, selbst wenn es bequemer ist, sie in Metern
und Minuten zu messen, aber in Wirklichkeit das wesentliche eines Augenblick
in einem Abenteuer ist, wie du es lebest.
UND DIE BERGE?
Physische Freude, an einem Platz sein, in der Kälte und mit dem Schnee,
wo du Lösungen erfinden musst.
Also die Entschuldigung, um ein Abenteuer, die Eindrücke, die Ideen und
die Pläne zu leben, von denen wir sprachen.
WAS DU SAGST UND SCHREIBST UND AUCH IN DIESEM INTERVIEW EINGEHEND BESPROCHEN
WURDE, WIRD DAS MEHR JUNGE MENSCHEN BEWEGEN, DAS BOARD ZU SCHULTERN UM DAS
EIGENE ABENTEUER ZU SUCHEN?
Nach meiner Meinung, ja. Ich, du und viele andere verbrachten viel Zeit, Bücher
zu lesen von Abenteuern, Reisen und Leute , die versuchten, die eigenen Grenzen
zu überschreiten, und von denen erhielten wir neuen Ansporn und Inspirationen
um unsere Abenteuer zu leben.
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| In Verbier vor dem Rennen (Foto ASCC.Freeride) |
EINE LETZTE FRAGE, WÄHREND DER DEINER ABWESENHEITEN VON DAHEIM, FEHLEN
DIR NICHT DEINE KINDER, DEIN FRAU?
Sie fehlen mir, sicherlich. Es ist nicht leicht weg zu sein, weit entfehrnt
von ihnen, aber ich kann in Harmonie mit mir und ihnen sein wenn ich mich
verwirklicht fühle, dies ist auch ihnen klar. Ich kann nicht denken,
um jeden Preis mich in Ordnung zu fühlen nur weil ich mehr Zeit zu Hause
verbringe, wie auch immer wenn ich nicht auf Reisen bin, ist es mir sehr wichtig,
so viel Zeit als möglich mit ihnen zu verbringen.
ALSO QUALITÄT NICHT QUANTITÄT
Klar, daß die Kinder auch qualitative Zuwendung brauchen und es ist
auch notwendig einfach nur für einige Zeit anwesend für sie zu sein,
aber es ist auch wahr, daß wenn ich wie ein Tier im Käfig leben
muß, dann denke ich, dass ich kein guter Vater und Ehemann sein könnte.
Aber das ist mein und ihr Leben und ich kann in Einklang mit mir und ihnen
sein, wenn weiterhin nach dem Gleichgewicht zwischen meinen und ihre Bestrebungen
suche. Auch ist das ein großes Abenteuer.
Mir fehlen die Worte.
Diese Plauderei hat in mir einen Fluss an Eindrücke und Empfindungen
in Bewegung gebracht, und ich würde noch Tag mit diesen Erzählungen
verbringen, aber nun braucht es nur die Ruhe, ein wenig die Wogen glätten
und warten bis sich das sich setzt, was wir gehört haben.
Emilio hat einen intensiven Blick, er weiß, was er will und wie
er es machen wird, und das größte Geschenk ist, daß er weiß
wie man es mitteilen kann. Ich kann nichts anderes machen außer ihm
beglückwünschen und dieses Interview mit einem Zitat zu beenden,
verneigen wir uns vor diesem Jedi und wünschen ihm: " DIE KRAFT
SEI MIT DIR "
Interview von Maurizio Panseri, Übersetzung von Lorenz Psaier