| Heliboarding a la Thuile |
Jetzt
wird es ernst. Weit oberhalb vom Skigebiet beobachten wir die steile Flanken,
die wir abfahren wollen. Teresio fährt als erster los und checkt das
Lawinenrisiko. Mit einem Walkie Talkie kommuniziert er mit Mien und erklärt
ihm welche Linie wir fahren sollen.
Der Schnee lässt sich perfekt fahren. Heute ist alles ist möglich
, auch Megadrops von monstruosen Wächten.
Mien, Alessandro und Edgar steigen zu Fuß auf eine Wächte, die
mindestens 10 Meter groß ist. Ich stelle mich darunter mit der Camera
und warte, dass jemand springt. Mien wagt es als erster. Ich tippe auf den
Auslöser und halte ihn gedruckt wärend des ganzen Flugs. 1-2-3-4-5-6-7-8
Bilder ( siehe Sequenz). Oder mehr? Keine Ahnung. Mien will nicht mehr
landen.
Mit einem sanften Geräusch landet unser Guide auf dem Powder und schafft
es, nicht zu stürzen. Er fährt locker einen Turn weiter, dann bremst
er und schreit vor Freude. Die zwei andere folgen ihm, alle sind sich einig:
das war der brutalste Sprung, den sie je gemacht haben.

Nach einer Querung zu Fuß stehen wir vor einem anderen Steilhang. Einer nach dem anderen queren wir eine kritische Stelle, bevor wir unsere Powderturns auf den Berg malen können.
Die
Sonne knallt schön kräftig, unsere Gesichter werden trotz Sonnencreme
langsam rot. Wir kommen zur Waldgrenze. Dort machen wir Rast. Unsere Guides
packen die Brotzeit aus. Die Stimmung ist pervers gut. Jeder versucht seine
Eindrücken des Tages zu beschreiben.
Teresio warnt uns: es ist noch nicht vorbei. Tatsächlich eine Walddurchfahrt
wartet auf uns. Kein Treeskiing, das ist eher Jungleboarding! Wir schwitzen
während wir einen Weg durch die Bäume suchen. Dann endlich, gegen
14 Uhr, kommen wir auf eine verschneite Talstrasse, der wir kurz zu Fuß
folgen. Wie eine Oase sehen wir eine Wirtschaft, wo wir mit Bier auf die Abfahrten
trinken.
Ein Kleinbus, von den Bergführer organisiert, transportiert uns nach la Thuile zurück. Wir haben noch Zeit für eine letzte Abfahrt im Skigebiet. Auf der Sesselbahn gucken wir nach links. Auf den Hängen weit oberhalb der Pisten sehen wir unsere Spuren. Die werden wir wahrscheinlich nie vergessen!
Bitte sich vorher über die Lawinensituation informieren. Sicherheitsausrüstung mitnehmen. Bike & Board übernimmt keine Verantwortung bei Unfällen.
