Heliboarding a la Thuile
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Alessandro Servadei in actionJetzt wird es ernst. Weit oberhalb vom Skigebiet beobachten wir die steile Flanken, die wir abfahren wollen. Teresio fährt als erster los und checkt das Lawinenrisiko. Mit einem Walkie Talkie kommuniziert er mit Mien und erklärt ihm welche Linie wir fahren sollen.

Der Schnee lässt sich perfekt fahren. Heute ist alles ist möglich , auch Megadrops von monstruosen Wächten.
Mien, Alessandro und Edgar steigen zu Fuß auf eine Wächte, die mindestens 10 Meter groß ist. Ich stelle mich darunter mit der Camera und warte, dass jemand springt. Mien wagt es als erster. Ich tippe auf den Auslöser und halte ihn gedruckt wärend des ganzen Flugs. 1-2-3-4-5-6-7-8 Bilder ( siehe Sequenz). Oder mehr? Keine Ahnung. Mien will nicht mehr landen.
Mit einem sanften Geräusch landet unser Guide auf dem Powder und schafft es, nicht zu stürzen. Er fährt locker einen Turn weiter, dann bremst er und schreit vor Freude. Die zwei andere folgen ihm, alle sind sich einig: das war der brutalste Sprung, den sie je gemacht haben.

Nach einer Querung zu Fuß stehen wir vor einem anderen Steilhang. Einer nach dem anderen queren wir eine kritische Stelle, bevor wir unsere Powderturns auf den Berg malen können.

Die Sonne knallt schön kräftig, unsere Gesichter werden trotz Sonnencreme langsam rot. Wir kommen zur Waldgrenze. Dort machen wir Rast. Unsere Guides packen die Brotzeit aus. Die Stimmung ist pervers gut. Jeder versucht seine Eindrücken des Tages zu beschreiben.
Teresio warnt uns: es ist noch nicht vorbei. Tatsächlich eine Walddurchfahrt wartet auf uns. Kein Treeskiing, das ist eher Jungleboarding! Wir schwitzen während wir einen Weg durch die Bäume suchen. Dann endlich, gegen 14 Uhr, kommen wir auf eine verschneite Talstrasse, der wir kurz zu Fuß folgen. Wie eine Oase sehen wir eine Wirtschaft, wo wir mit Bier auf die Abfahrten trinken.

Ein Kleinbus, von den Bergführer organisiert, transportiert uns nach la Thuile zurück. Wir haben noch Zeit für eine letzte Abfahrt im Skigebiet. Auf der Sesselbahn gucken wir nach links. Auf den Hängen weit oberhalb der Pisten sehen wir unsere Spuren. Die werden wir wahrscheinlich nie vergessen!

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Bitte sich vorher über die Lawinensituation informieren. Sicherheitsausrüstung mitnehmen. Bike & Board übernimmt keine Verantwortung bei Unfällen.