Ruhig, einsam und steil. So würde ich das Pfitscher Tal beschreiben.
Hohe Gipfel und Gletscherlandschaft weisen darauf hin, dass wir uns mitten in dem Alpenhauptkamm befinden. Die Grenze zwischen Italien und Österreich verläuft genau am Talschluß, am Pfitscher Joch.
Normalerweise sind die Touren hier erst in Frühling befahrbar, zur Zeit (Mitte Februar 2001) ist aber die Wetterlage sehr Aprilähnlich, nachts sinkt die Temperatur unter den Gefrierpunkt, tagsüber steigt die Nullgradgrenze bis 2000 m. Die Schneedecke hat sich durch diese Temperaturschwankungen gut gefestigt und wir wagen uns in Richtung 3000er.
Die Touren sind auch sehr lang, weil es kaum Hütten mit Winterraum gibt. Man fährt so hoch wie möglich mit dem Auto und geht los. Ab Ende April kommt man mit dem Auto auf der (nicht asphaltierten) Passtrasse zum Pfitscher Joch ziemlich weit, Mitte Februar muß man alles gehen, weil zu viel Schnee liegt.
Unterkunft findet man in St. Jakob, das letzte Dorf vor dem Pass. Wir haben im Gasthaus "Hochfeiler" (so heisst auch der benachbarte Gletscher) übernachtet, wer mehr Luxus will, kann im Hotel Knappenhof schlafen.
Aprés Ski heisst hier einfach die Sauna und das Schwimmbad des Hotels "Kranebitt" in Kematen (5 km entfernt von St. Jakob) genießen. Auch für nicht Gäste ist der Eintritt für ca. 10 DM möglich, die verdiente Erholung ist die beste Vorbereitung auf die nächste Tour.